IT Trends für 2020

14. Feb. 2020

Edge Computing - 5G wird Realität

Kostengünstigere Sensoren und ausgereifte KI-Anwendungen schaffen die Grundlage für Internet-of-Things (IoT)-Umgebungen mit hoher Bandbreite und niedriger Latenzzeit. Es wird zwar noch einige Jahre dauern, bis sich die Datentechnologie 5G im kompletten DACH-Raum etabliert hat, es werden jedoch viele Akteure aus der Technologiebranche und Wirtschaft bereits in diesem Jahr in den Aufbau von Edge-Umgebungen investieren, um die Realisierung eines KI-gesteuerten IoT vorzubereiten. Die IoT-Umgebungen werden neue Anwendungsfälle ermöglichen, die auf intelligenten, sofortigen und autonomen Entscheidungen mit niedrigen Latenzzeiten und hoher Bandbreite basieren. Eine Evolution, in der das Internet vollständig automatisiert arbeitet.

Die durch den Einsatz künstlicher Intelligenz verstärkte IoT-Innovation wird von einer Priorisierung des Edge Computing abhängen. Die Infrastrukturen und das heutige Datenmanagement verändern sich: Die Vernetzung von Edge-Geräten reicht bereits über einfache Heimgeräte (z. B. Thermostate und Lautsprecher) hinaus und wird immer weitreichender (z. B. Solarparks). Das erfordert auch den Betrieb von immer mehr Rechenzentren am „Edge“. Zudem werden neue Plattformen wie Artificial Intelligence for IT-Operations (AIOps) gebraucht, um die komplexen Umgebungen zwischen Edge, Core und Cloud hinweg zu überwachen.

 

2020: Wendepunkt für größere Blockchain-Implementierungen

Während der Krypto-Rausch medial im Rampenlicht steht, sehen die meisten Akteure in der Branche bereits das Gesamtbild der Technologie und ihr Potenzial. Unternehmen werden unlöschbare Ledger auf Basis von Hyperledgern entwickeln. Damit wird Blockchain reif für viele weitere Anwendungsfälle. Im Healthcare-Bereich können Unternehmen beispielsweise universelle Patientendatensätze erstellen oder die pharmazeutischen Chain-of-Custody-Prozesse (Vorgänge zur chronologischen Dokumentation von Beweisen) verbessern.

Die Validierung der Blockchain und unlöschbarer Ledger durch diese neuen Anwendungsfälle werden die weitere Verbreitung der Technologie stark vorantreiben. Die weitverbreitete Einführung von Blockchain-Technologie baut dabei auf der Umwälzung auf, die die Kryptowährung zunächst in den Finanzsektor gebracht hat, um nun fast jede Branche zu erreichen. Infolgedessen wird die neue Leistungsfähigkeit im Datenmanagement und Computer Unternehmen ermutigen, in Ledger zu investieren.

 

Softwarebasierte Virtualisierung schlägt Composable Architectures

Stetige Verbesserungen in den Bereichen Commodity-Hardware-Performance, softwarebasierte Virtualisierung und bei Microservice-Softwarearchitekturen werden den bisherigen Leistungsvorsprung proprietärer, hardwarebasierter Composable Architectures weitgehend einholen.

Eine hardwarebasierte Composable Architecture wird immer wieder als die nächste Stufe der Hyperkonvergenten Infrastruktur (HCI) angepriesen. Denn diese Architektur ermöglicht es, CPUs, Netzwerkkarten, Workload-Beschleuniger und Speicherressourcen über eine Rack-Scale-Architektur zu verteilen und dank PCIe-basiertem Switching mit niedriger Latenz zu verbinden. Und obwohl eine Composable Architecture durchaus Potenzial hat, verläuft die Standardisierung bisher langsam, ganz zu sprechen von der Implementierung. Unterdessen bietet die softwarebasierte Speichervirtualisierung in Kombination mit Lösungen für softwarebasierte (und hardwarebeschleunigte) Rechen- und Netzwerkvirtualisierung einen Großteil der Flexibilität der heutigen Composable Architectures – bei gleichzeitig niedrigeren Kosten und stetig steigender Leistung.

 

Quellen: computerwelt.at